Circus de Bais

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Kulturpädagogische Entwicklungszusammenarbeit

 

„Kultur und Kunst sind unerlässliche Bestandteile einer umfassenden Bildung, die es jedem Einzelnen ermöglicht, sich voll zu entfalten. Kulturelle Bildung ist dabei ein grundlegendes Menschenrecht, das für alle Lernenden gilt, einschließlich für die oft von Bildung ausgeschlossenen.“ Deutsche UNESCO Kommission (2007) Leitfaden für kulturelle Bildung. Schaffung kreativer Kapazitäten für das 21. Jahrhundert. Bonn, S. 17,20.

 

Im Jahr 2009 startete Michael Dietrich (2. Vorstand von maninoy e.V.) in Bais City ein Zirkusprojekt mit 25 Patenkindern. Aus den guten Erfahrungen im Pilotprojekt entwickelte sich 2010 der „Circus de Bais“. An dem kulturpädagogischen Zirkusprojekt nahmen 23 Patenkinder teil und erarbeiteten mit Hilfe von drei ehrenamtlichen Zirkuspädagogen aus Deutschland eine Präsentation, die dreimal aufgeführt wurde. Insgesamt verfolgten 800 Zuschauer die Aufführungen der Patenkinder. Im Anschluss an die Zirkusvorstellungen wurden Zirkusaktionen auch für die Kinder aus dem Publikum angeboten, die dann selbst mit Jonglierbällen, Zauberseilen und akrobatischen Pyramiden experimentierten. Dieses offene Spielangebot wurde so gut angenommen, dass etwa 500 Kinder außerhalb des Patenprogramms am Projekt teilnahmen.

Aufgrund des positiven Projektverlaufs haben wir uns schon 2011 entschieden den „Circus de Bais“ weiter auszubauen. Mit den Erfahrungen der kulturpädagogischen Arbeit mit Kindern und Jugendlichen in Deutschland und aus der Überzeugung vom Mehrwert kultureller Projekte für Kinder in Entwicklungsländern heraus, entstand ein Konzept für ein 9-tägiges Zirkusprojekt an drei Standorten auf den Philippinen. Das Ziel ist es durch ein Kulturprojekt die Kinder und Jugendlichen in ihrer Persönlichkeitsentwicklung zu unterstützen, denn kulturelle Projekte bieten Raum für Kreativität, fordern durch die freiwillige Teilnahme der Kinder deren Eigeninitiative und belohnen sie in den Aufführungen mit Anerkennung und damit der Stärkung ihres Selbstbewusstseins.


Circus de Bais 2018
vom 3. bis 18. Januar 2018

auf den Inseln Negros und Leyte

für 1.800 Kinder und 500 Erwachsene an 13 Projekttagen

Vielen Kinder und Jugendlichen auf den Philippinen bleibt nicht viel Zeit für kulturelle Bildung und spielerische Persönlichkeitsentwicklung. Soziale Entwicklungen und Lernen durch kreative Aktivitäten bleiben den meisten Kinder verwehrt. Zum Teil fehlen hierzu schon in den Haushalten die Buntstifte. Die hohe Anzahl der Kinder in einer Familie, die mangelnde staatliche Unterstützung und prekären Lebensverhältnisse zwingen die Kinder oft bei der Hausarbeit, auf dem Feld oder in anderen Arbeitskontexten mitzuhelfen. Und wenn dann Naturkatastrophen den Alltag aus der Bahn werfen, bleibt nicht mal Zeit für den Unterricht in der Grundschule.

Der Verein maninoy e.V. fördert deshalb Kinder und Jugendliche auf den Philippinen nicht nur über Ausbildungspatenschaften und die Unterstützung deren Lernorte sondern auch durch kulturelle Aktivitäten wie den Circus de Bais, der Möglichkeiten für die Entwicklung von Sozial- und Kommunikationskompetenzen bietet. Diese Schlüsselkompetenzen sind den Schüler*innen im Schulalltag und später im Beruf von großem Nutzen. Kulturelle Bildungsprojekte bieten Raum für Kreativität, Selbsterfahrung und soziale Kontakte. Sie fordern durch die freiwillige Teilnahme der Kinder deren Eigeninitiative und belohnen sie in den Aufführungen mit Anerkennung und damit der Stärkung ihrer Persönlichkeit. Und schließlich lässt das Zirkusprojekt die Kinder für ein paar Stunden einfach mal Kind sein und gibt ihnen Raum, um eigene Talente zu entdecken, die in ihnen schlummern.

Auf der Route des Circus de Bais 2018 Anfang Januar 2018 standen auch Orte auf der Insel Leyte, die aufgrund ihrer Lage am offenen Meer immer wieder von Taifunen und Starkregenfällen getroffen werden. Den Kindern dieser von Naturkatastrophen häufig schwer getroffenen Orte, wollten wir neben lebenswichtigen Nothilfemaßnahmen auch ein Kulturprogramm ermöglichen, das Lachen, Freude und eine unterhaltsame Abwechslung in die Gemeinschaft bringt.

Mit dieser Mission machten wir uns mit zwei prall gefüllten Koffern mit Zirkus- und Bastelmaterialien in Tricycles, Jeepneys, Fähren und Überlandbussen auf den Weg über die Inseln. Im Gepäck waren sowohl Jonglierbälle, Diabolos, Pois, Akrobatikmatten und Schminkutensilien für kleine Zirkusartisten als auch Modelliergips, Socken und Wackelaugen für buntes Puppentheater. An vielen Orten, die wir nun schon zum zweiten oder dritten Mal besuchten, wurden wir bereits von gut organisierten Rahmenveranstaltungen sowie vor Vorfreude ganz aufgeregten Kindern empfangen. So erwarteten uns auch des Öfteren über zweihundert Kinder und Jugendliche an einem Ort.

Den hohen Bedarf an Aufmerksamkeit und Spielangeboten konnten wir durch ein großes ehrenamtliches Team aus Deutschland sowie dieses Mal durch besonders engagierte Unterstützung von Lehrer*innen, Erzieher*innen, Freunden und Eltern vor Ort meistern. Drei Projekteinsätze wurden von Angelita Francisco in Bais City organisiert, die sich ansonsten um die Abwicklung von Ausbildungspatenschaften und

Schulförderungen von maninoy kümmert. Carmenia J. Benosa, die Leitung der Children of the Philippines Inc. in Dumaguete und Fayree P. Tayanes, Leiterin des J.E.S.U.S. Kids Therapy Center in Tacloban, mobilisierten ganze Gemeinden mit Waisenhäuser und Einrichtungen für Kinder mit Behinderung, damit diese am Circus de Bais teilnehmen konnten. Diese Vielzahl an bewährten und neuen philippinischen Kooperationspartnern bereicherte das Projekt auf vielen Ebenen. Wir erreichten zum einen mehr Kinder im ländlichen Raum oder in heilpädagogischen Einrichtungen. Zum anderen konnten nicht nur die Kinder kulturell-ästhetische Erfahrungen sammeln und den eigenen Horizont erweitern sondern auch viele Erwachsene.

Von Jahr zu Jahr treffen wir bei Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen auf große Freude, Dankbarkeit und Hilfsbereitschaft und wurden nicht nur einmal gebeten, schon bald wieder zu kommen. Dabei ist es für uns immer wieder beeindruckend, mit wie wenig Aufwand man so vielen Menschen Freude bereiten kann. Eine tolle, eindrucksvolle und herzerwärmende Zeit voller Spielfreude und Dankbarkeit liegt hinter uns und hat hier und da sicherlich seine Spuren hinterlassen.

Die Tour 2018 umfasste folgende Stationen:

Insel Negros
Bais City (3 Projekttage mit 450 Kindern und Jugendlichen)
Mother Rita Homes (soziales Wohnungsbauprojekt)
West Elementary School und Dawis Elementary School (Grundschulen)
Science Highschool (Mittelschule)

Dumaguete (2 Projekttage mit 700 Kindern und Jugendlichen)
Little Children of the Philippines, Inc. (Waisenhaus zusammen mit einer Einrichtung für Kinder mit Behinderung, weiteren Waisenhäusern aus der Stadt und der angrenzenden Community)

Insel Leyte
Ormoc (2 Projekttage mit 70 Kindern und Jugendlichen mit geistigen oder körperlichen Behinderungen)
Ormoc Holy Trinity Montessori Academy, Inc. (Inklusives Schulprojekt)
J.E.S.U.S. Kids Therapy Center (Therapiezentrum für Kinder und Jugendliche mit Autismus)

Matag-Ob, Ortsteil Balagtas (1 Projekttag mit 200 Kindern u nd Jugendlichen)
Öffentlicher Veranstaltungsplatz

Tacloban (5 Projekttage mit 380 Kinder und Jugendlichen)
Robinsons Plaza (Einkaufzentrum mit einer Veranstaltung für die Autism Society Philippines)
J.E.S.U.S. Kids Therapy Center (Therapiezentrum für Kinder und Jugendliche mit Autismus)
Vororte San Jose, Tanauan, Sta. Fe mit Lighthouse Kid International Ministry (Philippinische Hilfsorganisation für Kinder im ländlichen Raum)

In dreizehn Projekttagen haben 1.800 Kinder im Alter von 2 bis 21 Jahren an den Aktivitäten des Circus de Bais teilgenommen. Außerdem haben 500 Erwachsene begeistert mitgeholfen, selbst gespielt und sich inspirieren lassen.

Ein herzlicher Dank geht an das ehrenamtliche Team, welches das Projekt tatkräftig und engagiert vor Ort durchgeführt hat. Vielen Dank Stefan Abstreiter, Michael Dietrich, Vroni Eder, Stefanie Göllinger, Bernd Hofbauer, Kathrin Mayer, Rudi Pollerspöck, Clara Sachs, Marie Tysiak, Andreas Wierer und Jana Ziegler.

Alle Mitarbeiter für den Circus de Bais arbeiten ehrenamtlich aus Überzeugung!

Weitere Informationen zu maninoy e.V. finden Sie unter www.maninoy.de

Einen detaillierteren Einblick in die Projekttage sowie zahlreiche Fotos des vergangenen Circus de Bais 2018 bietet der Online-Blog mit täglichen Berichten des Projektteams unter www.maninoy.de/category/circusdebais2018

Kurz nach Projektende erreichten uns unter anderem folgenden Rückmeldungen:

„On behalf of the children, youth and their families, we would like to extend our warmest appreciation to all the members of the Circus de Bais. It wasn’t only gave us the whole experience of having to see basic performance but has given an opportunity to hundreds and hundreds of children and youngsters able to learn from the creative workshops each group organized. It was really enjoyable and therapeutic. You all touch many lives to your unique way of making a difference in the lives of precious children in Dumaguete City.”
Carmenia J. Benosa, Executive Director Little Children of the Philippines Foundation, Inc.

„It has been an awesomely enthusiastic experience being with the Circus de Bais. The fun-filled moments they had with the kids was overwhelming. Circus de Bais is a special experience for our pupils because of their wonderful ability in unlocking each of the child’s potential, talent, and skills. We believe one of their goals in doing such activity is to bring each child out of his/her own shell: building the most important factor in a child’s growth – confidence and self-esteem. And we are looking forward to more fun-learning and wacky moments with this team soonest.”
Denni Lepon, Director of Ormoc Holy Trinity Montessori Academy, Inc.

„Circus De Bais was a refreshingly fun experience for us, especially for the kids from the schools we go to for our feeding program. Our organization is focused on the welfare of kids and it was priceless to see their faces light up with delight and excitement while trying out and learning about the tricks in the circus. It was a very special experience because it we all have not seen anything like it. I think the Circus is a very simple yet effective way of just bringing pure joy and happiness to everyone, young and old. It’s simple and it works.” Leo Lagado II., The Lighthouse- Kids International Ministry Philippines Inc.


Circus de Bais 2016 vom 13. bis 27. Januar 2016

Die UN-Kinderrechtskonvention Artikel 31/2 sagt: „Die Vertragsstaaten achten und fördern das Recht des Kindes auf volle Beteiligung am kulturellen und künstlerischen Leben und fördern die Bereitstellung geeigneter und gleicher Möglichkeiten für die kulturelle und künstlerische Betätigung sowie für aktive Erholung und Freizeitbeschäftigung.“ Im Januar 2016 unterstützten wir die Philippinen bei der Umsetzung dieser Ziele!

Das kulturpädagogische Projekt „Circus de Bais“ war Anfang 2016 fünfzehn Tage unterwegs und hat in dreizehn Projekteinsätzen über 1.000 teilnehmende Kinder und Jugendliche im Alter von 2 bis 21 sowie mehrere hundert erwachsene Zuschauer auf den philippinischen Inseln Negros und Leyte erreicht. Die Projektkosten betrugen insgesamt etwa 4.500€, die vollständig aus projektbezogenen Spendengeldern finanziert werden konnten.

Der Verein maninoy e.V. will die Kinder und Jugendlichen nicht nur über die Patenschaften in ihrer Ausbildung unterstützen, sondern ihnen auch Aktivitäten ermöglichen, die vor allem der Entwicklung ihres Selbstbewusstseins sowie ihrer Sozial- und Kommunikationskompetenzen dienen. Das Ziel ist es durch ein Kulturprojekt die Kinder und Jugendlichen in ihrer Persönlichkeitsentwicklung zu unterstützen. Kulturelle Projekte bieten Raum für Kreativität, fordern durch die freiwillige Teilnahme der Kinder deren Eigeninitiative und belohnen sie in den Aufführungen mit Anerkennung und damit der Stärkung ihrer Persönlichkeit. Die Förderung von Schlüsselkompetenzen ist den Schülern im Schulalltag von großem Nutzen und dient zudem als spätere Berufssicherung.
Auf der Route des „Circus de Bais“ 2016 stand der Ortsteil Balagtas der Stadt Matag-Ob auf der Insel Leyte, der im November 2013 von Taifun Hayan, einem der schwersten Wirbelstürme seit Beginn der Wetteraufzeichnungen, heimgesucht und zerstört wurde. Mit Winden von über 300 Stundenkilometern riss der „Supertaifun“, auf den Philippinen bekannt als Yolanda, über 10.000 Menschen mit sich in den Tod. Ebenfalls stark betroffen waren die Orte Ormoc und Leytes Hauptstadt Tacloban, die wir ebenfalls mit unserem Zirkusprojekt besucht haben. Den Kindern dieser, von der Naturkatastrophe schwer getroffenen Orte, wollten wir neben der Erstversorgung nach dem Unglück, dem Wiederaufbau ihrer Häuser und dem Aufbau ihrer Schulen nun auch wieder ein Kulturprogramm ermöglichen, das Lachen, Freude und eine unterhaltsame Abwechslung in die Gemeinschaft bringt.

Die Durchführung des Zirkusangebotes ermöglichte vor allem die schon vorhandene Infrastruktur des Vereins maninoy e.V. vor Ort. Nicht nur unsere Patenkinder sondern viele weitere Schul- und Nichtschulkinder freuten sich über unseren Besuch. Im Gegensatz zu den Vorjahren kooperierten wir dieses Jahr auch mit zahlreichen Einrichtungen und Schulen, die sich besonders sozial engagieren und unseren europäischen kulturpädagogischen Arbeitsmethoden gerne Raum in ihrer Institution gegeben haben. Dabei profitierten nicht nur die Kinder sondern auch die Lehrer und Erzieher von der Zusammenarbeit, da diese sich gerne von unserem Projekt für ihre eigene Arbeit inspirieren ließen.

Folgende Orte und Einrichtungen standen auf dem Tourplan des „Circus de Bais“ 2016:

Circus de Bais Route 2016

Insel Negros
Dumaguete Innenstadt, Little Children of the Philippines, Inc. (1 Projekteinsatz)
Waisenhaus für Grundschul-Jungs und jugendliche Mädchen mit 30 Kindern im Alter von 6 bis 17

Dumaguete Stadtrand, Little Children of the Philippines, Inc. (1 Projekteinsatz)
Waisenhaus für jugendliche Jungen mit 15 Jugendlichen im Alter von 13 bis 23 Jahren

Bais City, Mother Rita Homes (3 Projekteinsätze)
Öffentlicher Platz in einem sozialen Wohnungsbauprojekt mit insgesamt 350 Kindern im Alter von 3 bis 21 Jahren

Insel Leyte
Ormoc City, Hayag Receiving & Child Caring Home (1 Projekteinsatz)
Waisenhaus mit 16 Kindern im Alter von 1 bis 8 Jahren

Ormoc City, Ormoc Holy Trinity Montessori Academy, Inc. (1 Projekteinsatz)
Inklusive Schule für Kinder mit und ohne Behinderung mit 50 Kindern im Alter von 4 bis 13 Jahren

Matag-Ob, Ortsteil Balagtas (2 Projekteinsätze)
Öffentlicher Platz mit insgesamt 300 Kindern im Alter von 2 bis 16 Jahren

Tacloban, Ortsteil San Jose (1 Projekteinsatz)
Öffentlicher Veranstaltungshalle mit 120 Kindern im Alter von 3 bis 15 Jahren

Tacloban City, RTR Plaza (1 Projekteinsatz)
Zentraler öffentlicher Veranstaltungsplatz mit 80 Kindern im Alter von 3 bis 15 Jahren

Tacloban City, J.E.S.U.S Kids Therapy Center Foundation, Inc. (2 Projekteinsätze)
Schule für Kinder mit geistigen Behinderungen mit insgesamt 33 Kindern im Alter von 3 bis 21 Jahren

Das gesamte „Circus de Bais“-Team ist sich einig, dass sich der Einsatz für alle mehr als gelohnt hat. Mit unserem roten Zirkuskoffer gefüllt mit Spiel-, Bastel- und Zirkusmaterialien und einem motivierten Team haben wir öffentliche Plätze, Schulen und Waisenhäuser in großen Städten und kleinen Dörfern in eine bunte Zirkuswelt verwandelt. Anfänglich schüchterne Kinder, die wenig in Berührung mit Europäern kommen, standen innerhalb von zwei Stunden selbstbewusst in der Arena des „Circus de Bais“. Kinder mit und ohne Behinderungen feierten persönliche Erfolgserlebnisse und lernten Unbekanntes kennen und sich dafür zu begeistern. Pädagogische Einrichtungen schauten uns auf die Finger und werden mit unseren Methoden weiter experimentieren und für alle Beteiligten änderte und erweiterte die Reise persönliche Perspektiven in vielerlei Hinsicht.

Wir trafen bei Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen auf große Freude, Dankbarkeit und Hilfsbereitschaft und wurden nicht nur einmal gebeten, schon bald wieder zu kommen. Mit der Unterstützung von all den neuen Kontakten vor Ort, wird die Planung eines nächsten „Circus de Bais“ mit Sicherheit einfach von der Hand gehen. Wir sind alle gerne wieder dabei und freuen uns auf eine Fortsetzung.

Bis dahin dürfen vor allem die Kinder des J.E.S.U.S Kids Therapy Centre in Tacloban weiter fleißig üben, denen wir aus Transportgründen einen Teil der Spiel- und Zirkusmaterialien gespendet haben.

Vielen Dank auch an das Team des diesjährigen „Circus de Bais“, das mit einer unermüdlichen Spielfreude, unendlicher Offenherzigkeit und großem Engagement dieses Projekt überhaupt möglich und so erfolgreich gemacht hat. Dankeschön an Projektleiter Michael Dietrich und das Team bestehend aus Jana Ziegler, Marie Tysiak, Stefanie Göllinger, Bernd Hofbauer, Robin Karger und Ingo Steckhan sowie allen tatkräftigen Unterstützern unter den Filipinos.

Einen detaillierteren Einblick in die Projekttage sowie zahlreiche Fotos des „Circus de Bais“ 2016 bietet der Online-Blog mit täglichen Berichten des Projektteams unter www.maninoy.de/category/circusdebais2016


Circus de Bais 2012
Im November/Dezember 2012 waren wir an neun Projekttagen an drei unterschiedlichen Orten. In einem slumähnlichen Wohngebiet in Manila, einer ländlichen Grundschule auf der Insel Leyte sowie auf der Insel Negros. An allen drei Orten haben insgesamt 40 Patenkinder sowie etwa 500 weitere Kinder an unseren Aktionen teilnehmen können. Dabei wurden Zirkusvorstellungen erarbeitet, Gipsmasken gebastelt sowie einige Spielaktionen angeboten. Durchgeführt wurden die Aktionen unter der Leitung von Michael Dietrich, Mario Dietrich und Clarita Viovecente von den Kultur- und Zirkuspädagogen Jana Ziegler und Clara Sachs, Freunden und Mitgliedern des Vereins, wie Marylin Erdt, Bernd und Uwe Hofbauer sowie zahlreichen philippinischen Arbeitern und Hilfskräften.

Unterstützt und genehmigt wurde der „Circus de Bais” von offizieller Seite aus durch das DepED Department of Education, Republic Of The Philippines, das Local Government Unit Balagtas, Matag-Ob, Leyte sowie dem President Sandoval Compound, Barangay Pinagbuhatan, Pasig City, Metro Manila.

Neben zahlreichen privaten Spendern erfuhren wir besondere finanzielle und materielle Unterstützung durch Pirapora e.V. – Eine Welt Laden und Solartechnik Dürr aus Pfaffenhofen sowie PA/Spielkultur e.V., Zirkus Leopoldini, mixxit Theater, Geschichtenreise GbR und Pappnase & Co aus München.

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Ausgestattet mit Bastel- und Spielmaterialien sind wir auf dem Basketballplatz inmitten des Sandoval Viertels in Pasig City, Manila, eingetroffen. Mit großer Begeisterung begannen die Kinder Papiermasken zu basteln, zu jonglieren und Luftballontierchen zu kreieren. Während des fünf Stunden Projekts gab es zudem einen kostenlosen Snack in Form von Getränken und Gebäck für die Kinder. Im Laufe des Nachmittags nahmen etwa 100 Kinder an unseren Aktionen teil, die von zahlreichen erwachsenen Zuschauern beobachtet und mit bester Laune aufgenommen wurden.

In dem kleinen Ort Balagtas auf der Insel Leyte haben alle Projektmitarbeiter in einer zu dem Zeitpunkt nicht betriebenen Kindertagesstätte Quartier bezogen. Direkt daneben befand sich der für uns reservierte Basketballplatz, der die folgende Woche von uns zur Zirkusarena umfunktioniert wurde. Für die Verpflegung der Projektleiter und der teilnehmenden Kinder sorgten unsere philippinischen Begleitungen mit Hilfe von mobilen Feuerstellen und Kochtöpfen.
Schon am ersten Tag kamen über 150 junge Filipinos auf den Platz, bastelten Masken, Luftballonfiguren und Jonglierbälle. Der Platz war den ganzen Tag bestens besucht, so dass wir geschätzt auf ca. 300 Kinder kommen, die an diesem ersten Tag an unserer Aktion teilgenommen haben.

Den weiteren Projektzeitraum teilten wir in verschiedene Workshopeinheiten, in denen die Kinder Zirkuskünste wie Zaubern, Jonglieren oder Akrobatik und für eine große Abschlusspräsentation trainieren konnten. Wie sich der Auftritt in der Zirkusmanege anfühlt, konnten einige Nachwuchsartisten schon bei der Open Stage am dritten Nachmittag ausprobieren.

An allen Tagen boten wir zudem das Gestalten von Gipsmasken an. Gegenseitig haben die Kinder Gipsabdrücke ihrer Gesichter genommen und diese anschließend nach Ihren Vorstellungen bemalt, mit Federn und Glitzer verziert und diese stolz nach Hause getragen. Balagtas wurde an diesen Nachmittagen von Phantasiewesen der besonders glitzernden Art heimgesucht.

Alle in den Workshops erarbeiteten Präsentationen kamen am sechsten Projekttag zur Aufführung. Die Vorstellung mit 65 Artisten wurde begleitet von viel Applaus, lachenden Kindern und begeisterten Zuschauer. Das rundeten sechs Projekttage mit im Schnitt 150-200 Kindern pro Tag gebührend ab.

Die Projektfarm von maninoy e.V. war unser dritter Anlaufpunkt des „Circus de Bais“. Auch dort nahmen 40 Kinder den teilweise langen und ungemütlichen Weg zur Farm freiwillig auf sich und beteiligten sich an unseren Angeboten. Wieder wurden fleißig Zirkuskünste geprobt und bunte Gipsmasken gestaltet, so dass wir beschlossen, auch hier, am zweiten Tag eine Zirkusvorführung zu veranstalten. 35 junge Artisten standen somit in der Arena.

Die Präsentation in den Bergen rundete ein überaus erfolgreiches Zirkusprojekt ab, das alle Erwartungen übertraf und überall herzlich und dankbar von Kindern und Erwachsenen angenommen wurde. Es ist diesmal zudem noch mehr gelungen jugendliche und erwachsene Filipinos sowohl organisatorisch als auch praktisch in die Arbeit mit den Kindern sinnvoll, teilweise sogar unabkömmlich, ins Projekt zu integrieren.

Die Planungen für den „Circus de Bais“ 2014 laufen im Nachklang von 2012 schon an. Finanzierungsmöglichkeiten werden gesucht und der Blick ist in die Zukunft gerichtet, denn neben kulturpädagogischen Ansätzen der Persönlichkeitsbildung, Stärkung von Selbstkompetenzen und Erweiterung des Erfahrungshorizontes jedes Einzelnen, haben wir allen Beteiligten Freude und ein hoffentlich – im Sinne der Nachhaltigkeit – unvergessliches Erlebnis bereitet.

Das Konzept zum „Circus de Bais 2012“ gibt’s HIER zum Download!

 

Im Rahmen der Patenweihnachtsfeier in Tanjay haben wir mit ein paar Patenkindern aus Bais zwei kleine Medienprojekte durchgeführt. Eine Gruppe der Patenkinder hat sich eine Geschichte für eine Fotostory ausgedacht, die Hauptfiguren entwickelt und die Settings gesucht. Nach einer Einweisung in die Bildgestaltung und Inszenierungsform der Fotostory, zog die Gruppe mit dem Fotoapparat los und schoss die Bilder für die Fotostory, die anschließend in einer Powerpoint-Präsentation zusammengefügt wurde. Eine weitere Gruppe entwickelte Sockenpuppenfiguren, die sie selbst bastelten und in einer Inszenierung vor der Videokamera präsentierten. Beide Ergebnisse, die Fotostory und der Sockenpuppenclip wurden den Erwachsenen feierlich zu Beginn der Weihnachtsfeierlichkeiten präsentiert, die diese mit großem Applaus honorierten.

 


Und das war der „Circus de Bais“ 2010/11