Gepostet vonMario

Brücken bauen und Bildung fördern …

Gepostet am Nov 3, 2018

Oktober 2018; Puerto Princesa; Palawan; Philippinen. Palawan ist eine abgelegene Insel im Westen der Philippinen und liegt langgestreckt zwischen Südchinesischem Meer im Nordwesten und der Sulusee im Südosten. Mit einer Fläche von knapp 15000 km² ist Palawan die größte Provinz der Philippinen und ist geprägt von immerfeuchtem tropischem Klima. Wegen seiner Abgeschiedenheit hat Palawan eine hohen Grad an Biodiversität, die jedoch durch die zunehmende Umwandlung großer Flächen in Palmöl-Plantagen stark gefährdet ist. Wie auch in anderen Landesteilen der Philippinen hängt die Qualität der Schulausbildung sehr vom Einkommen der Eltern ab. Haben die Eltern nur ein geringes Einkommen, können sie sich höchstens die Schulausbildung auf einer öffentlichen Schule leisten. Viele öffentliche Schulen sind jedoch marode und schlecht ausgestattet, die Lehrmittel sind entweder alt oder garnicht vorhanden. maninoy steht den Schulen als Partner zur Seite und hilft ihnen dabei, ihre Schulausbildung zu verbessern, denn nur mit dem richtigen Werkzeug und im entsprechenden Umfeld können philippinische Mädchen und Jungs eine gute Ausbildung erhalten. Vor sechs Monaten hat die Conception Elementary School in Palawans Hauptstadt Puerto Princesa eine Schulpartnerschaft mit maninoy begonnen. An der Conception Grundschule läuft ein Graben vorbei, den die Schulkinder jeden Morgen durchqueren müssen. Nach Regenfällen ist dieser mit schlammigem Wasser gefüllt und die Grundschüler kommen kaum mit sauberer Schuluniform in der Schule an. Besonders in der Regenzeit, die in den Tropen besonders ausgeprägt ist, können auch Abwasserkanäle überlaufen. Das ungeklärte Abwasser kann dann nur noch oberflächlich oder in offenen Gräben abfließen. In dieser Zeit ist der Graben vor der Schule ein besonderes Ärgernis für die Schulleitung. Mit finanzieller Hilfe unserer Paten und Spender konnte nun eine kleine Fußbrücke über den Graben errichtet werden. Nun erreichen die Grundschüler ihre Schule trockenen Fußes und laufen auch nicht mehr Gefahr, sich im schlammigen Abwasser an scharfen Gegenständen zu verletzen oder mit Hautkrankheiten zu infizieren. www.maninoy.de/projekte/lernmittel/ Die Schüler der Grundschule können nun auch nach Regenfällen ihre Klassenzimmer problemlos über die Brücke erreichen. Die Bodenplatte der Brücke besteht aus stabilem Stahlbeton. Die Handwerker setzen das Fundament für die Brücke über den Graben. Für die Unterkonstruktion wird eine Schalung...

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Alle Patenfamilien sind nach Taifun Mangkhut wohlauf.

Gepostet am Sep 16, 2018

16.09.2018; Manila; Philippinen: Über die Philippinen ist am Wochenende ein starker Taifun mit dem Namen Ompong (Internationaler Name Mangkhut) gezogen. Dies ist mittlerweile der 15. Taifun in diesem Jahr und war dazu der stärkste. Vor allem im Norden der Inselgruppe hat er weite Landstriche verwüstet. Es kam auch zu Toten durch Erdrutsche, die aufgrund der heftigen Regenfälle abgingen. Allen maninoy-Patenkindern und ihren Familien geht es gut. Vor allem die Patenkinder in Manila waren betroffen, aber außergewöhnliche Zerstörungen blieben in der Hauptstadt glücklicherweise aus. Weitere Infos erhalten sie hier...

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Station 7: Mit Kindern in Manila ein Straßenfest feiern

Gepostet am Aug 28, 2018

26. August 2018; Manila; Philippinen. Kinder sind Gäste, die nach dem Weg fragen. – Aus Pakistan Zum Abschluss unserer Projektreise auf den Philippinen besuchten wir die maninoy Patenkinder in Manila. Für drei Tage wohnten wir im Haus der maninoy-Koordinatorin in einem Viertel, in dem viele arme Familien leben. So spürten wir am eigenen Leibe, wie man in einer Millionenstadt unter Umständen lebt, in denen selbstverständliche Dinge wie fließendes Wasser, eine funktionierende Kanalisation, eine gute Schulausbildung oder eine ausgewogene Ernährung etwas Besonderes sind. Wie beim letzten Besuch vor fünf Jahren war für mich auch diesmal die größte Herausforderung die Enge, in der die Familien leben. Das Viertel ist von einer schmalen Gasse durchzogen, in die ein Auto nicht fahren kann. Die Häuschen und Hütten stehen auf engstem Raum. Hier leben sechsköpfige Familien in einem Zimmer von 20 Quadratmetern. Bad, Toilette und Küche mitgerechnet. Für Tische und Stühle ist dort kein Platz mehr. Gekocht und gegessen wird auf dem Boden oder der Schlafmatratze. In dieser Enge machen die Kinder auch ihre Hausaufgaben, die Eltern waschen die Wäsche und kochen. Auf 20 Quadratmetern spielt sich das gesamte Familienleben ab, die einzige Rückzugsmöglichkeiten gibt es nicht. Selbst wenn durch Kochen keine zusätzliche Wärme in den engen Zimmern entsteht, klebt im feucht-heißen Klima Manilas die Kleidung nach kürzester Zeit am Körper. Kühlende Luftzüge gibt es nicht und Fenster haben die Hütten nur auf der Gassenseite. Hinzu kommen unzählige Kakerlaken und Denguefieber übertragende Moskitos. An eine Lebenssituation, in der ein Durchschnittsdeutscher es schnell mit Platzangst zu tun bekommen würde, haben sich die Bewohner des Viertels, wie auch die Menschen in ähnlichen Elendsvierteln anderer Großstädte in bewundernswerter Weise angepasst. Da aber unter solchen Bedingungen der Geduldsfaden der Eltern schnell überstrapaziert werden kann, halten sich die Kinder vorzugsweise in der Gasse auf. Einmal im Monat an einem Sonntag lädt maninoy alle Kinder des Viertels zu einem Mittagessen ein und unterstützt damit das ‚Feeding Program‘ der örtlichen Schulen zur Nahrungsergänzung bedürftiger Kinder im Viertel. Um den Kindern außerdem eine bessere Schulausbildung zu ermöglichen, sucht maninoy für diese Kinder Paten. Wer Interesse an einer Patenschaft hat, kann sich auf unserer Webseite informieren oder eine E-Mail an maninoy@email.de schreiben. Zum 10-jährigen Jubiläum von maninoy wurden die über 100 Kinder, die in dieser Gasse wohnen, zum Haus der Koordinatorin eingeladen. Es gab Spiele, Spaghetti aus großen Töpfen und als Geschenk für jedes Kind Schulhefte und Schreibstifte. Ein besonderer Tag und eine besondere Reise, die mit strahlenden Gesichtern und Kinderlachen zu Ende...

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Station 6: Von leeren Mägen und übervollen Klassenzimmern

Gepostet am Aug 23, 2018

17. August 2018; Sipalay City, Negros; Philippinen. Bildung ist der Pass für die Zukunft, denn das Morgen gehört denen, die sich heute darauf vorbereiten. – Malcom X Unsere sechste Station war Sipalay an der Westküste von Negros in einer relativ unterentwickelten landwirtschaftlich geprägten Region. In der Vergangenheit hatte maninoy-Koordinatorin Angelita bereits in dieser Gegend zu tun und kannte sich daher gut aus. Die Schulleitung der ortsansässigen Grundschule und der benachbarten High School freuten sich über unseren Besuch und die Möglichkeit über eine Schulpartnerschaft die Bildungsinfrastruktur der eigenen Schule zu verbessern. Durch das starke Bevölkerungswachstum platzen viele philippinische Schulen quasi aus allen Nähten. Das Bevölkerungswachstum ist im Vergleich zu den Nachbarstaaten relativ hoch. Jede Frau bekommt auf den Philippinen im Durchschnitt drei Kinder. Das ist doppelt so viel, als in Deutschland. Wenn mit der Zunahme der Schulkinder nicht in gleichem Maße die Ausgaben für die Bildung steigen, wird die Qualität der Bildung vor allem für die ärmere Bevölkerung, die sich Privatschulen nicht leisten kann, sinken. In Sipalay hat uns die Schulleitung dieses Problem vor Augen geführt. In Klassenzimmern, die kleiner sind, als in deutschen Schulen sitzen teilweise bis zu 70 Schüler. Das sind mehr als doppelt so viele Schüler, als in Deutschland. Da die vorhandenen Stühle aber nur für die Hälfte der Schüler reichen, müssen sich zwei Schüler einen Stuhl teilen. Schultische finden in diesen Klassenzimmern gar keinen Platz mehr. Die Schüler schreiben entweder auf kleinen an den Stühlen angeschraubten Holzbrettern oder Metallplatten, wie manche das noch aus dem Musikunterricht kenne oder sie schreiben unbequem auf den Oberschenkeln. Wie gut die Lernerfolge in solch überfüllten Klassenzimmern bei tropischen Temperaturen sind, kann man sich vorstellen. Zusätzlich zu dieser Situation berichtete uns die stellvertretende Schulleiterin der Sipalay High School von einer weiteren Problematik. Von Schülern, die sich zwar morgens zu Unterrichtsbeginn auf dem Schulgelände aufhalten, aber nicht zum Unterricht erscheinen, da sie sich von Hunger getrieben erst noch irgendwo ein Frühstück erbetteln müssen. Die erste allmorgendliche Aufgabe der Konrektorin ist es deshalb, diese hungrigen Schüler, deren Eltern sich das Frühstück für die eigenen Kinder nicht leisten können, einzusammeln und ihnen ein Frühstück zu spendieren. Auf Wunsch der Leitung beider Schulen werden nun von maninoy weitere Stühle angeschafft, so dass zumindest jeder Schüler einen eigenen Sitzplatz in seinem Klassenzimmer hat. In der Grundschule wird mit zusätzlichen Stühlen ein spezielles Klassenzimmer für die Leseförderung ausgestattet, das zuvor aufgrund fehlender Stühle und Lehrmittel nur als Abstellraum benutzt wurde. Auch gibt es in der Sipalay-Grundschule renovierungsbedürftige Klassenzimmer mit löchrigen Dächern ohne eine Schultafel oder sonstige Lehrmitteln, in denen momentan ein Unterricht nicht möglich ist. Auch hier wird maninoy der Schulleitung unter die Arme greifen und beim Renovieren helfen. Um Kindern armer Familie den Schulbesuch ermöglichen zu können, suchen wir Paten. Wer eine Patenschaft für Schüler auf den Philippinen übernehmen möchte, kann sich dazu auf unserer Webseite informieren oder einfachen eine E-Mail an maninoy schreiben: maninoy@email.de...

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Station 5: Mit Patenkindern ein Jubiläum feiern

Gepostet am Aug 21, 2018

12. August 2018; Tanjay City, Negros; Philippinen. Sich zu vereinen, heißt teilen lernen. – Richard Freiherr von Weizsäcker In diesem Sinne luden wir alle Ausbildungspaten und Eltern der Patenkinder, alle philippinischen Helfer und Unterstützer zum 10-jährigen Vereinsjubiläum von maninoy – www.maninoy.de – ein. Als besonderen Ort hatten wir ein philippinisches Erlebnisbad im nahen Tanjay City ausgesucht. Die Augen der Kinder, besonders der Kinder aus den entlegenen Bergregionen waren groß, denn an Orte wie diesen gelangen die Bergbauern-Familien normalerweise nicht. Umso mehr freute es uns, den Kindern diesen Tag mit Spiel und Spaß zu spendieren und anhand der Beiträge in den sozialen Medien kann man erkennen, dass er für alle etwas Besonderes war. More Power, maninoy und ein herzliches Dankeschön, an alle, die uns die vergangenen zehn Jahre so tatkräftig und engagiert unterstützt haben!...

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