Schulflohmarkt in Pfaffenhofen spendet 400 € für Manilas Brennpunktviertel
30. August 2025 | Pasig City, Manila, Philippinen Eine tolle Aktion mit großer Wirkung: Die Schülerinnen und Schüler der Joseph-Maria-Lutz-Grundschule in Pfaffenhofen an der Ilm verkauften selbst Gebasteltes auf einem Schulflohmarkt und spendeten den gesamten Erlös von 400 Euro an maninoy Patenschaft Philippinen e.V. Mehr als nur Geld: Hefte und Stifte für über 100 Kinder Die Spende konnte nun direkt im Herzen unserer Arbeit, einem sozialen Brennpunktviertel in Manila, übergeben werden. Konkret haben wir damit Schulhefte, Stifte und Zahnbürsten für über 100 Kinder denen es oft am Nötigsten mangelt, gekauft und verteilt. Ein Leben in der Enge Die Bedingungen in diesem Viertel sind extrem hart. Wenn ich das Leben dort beschreiben müsste, wäre das Wort wohl „Enge“. Enge in den schmalen Gassen, der ständige Lärm des Verkehrs, der beißende Geruch der Abwasserkanäle und die flirrende tropische Hitze bestimmen den Alltag. Seit über 15 Jahren ist maninoy in diesem Viertel aktiv und unterstützt dort aktuell 22 Patenkinder. Ich bin regelmäßig vor Ort und erlebe diese Bedingungen hautnah mit. Es ist ein hartes Leben, doch ich bin jedes Mal erstaunt, mit welcher Resilienz die Menschen diese schwierigen Umstände meistern und versuchen, aus jeder Situation das Beste zu machen. Vielen Dank an die fleißigen Schülerinnen und Schüler der Joseph-Maria-Lutz-Grundschule aus Pfaffenhofen! Hier ein Link zum Video von der Aktion: ...
MehrErdbeben auf den Philippinen: Erleichterung in Balagtas
Balagtas, Leyte, Philippinen – 1. Oktober 2025 Ein Schreckmoment in der Nacht Am 30. September 2025 gegen 22:00 Uhr wurde die Region der Zentralphilippinen von einem schweren Erdbeben der Stärke 6,9 heimgesucht. Das Epizentrum lag unweit der Inseln Cebu und Leyte. Alle Familien wohlauf! In der nur 50 km vom Zentrum entfernten Ortschaft Balagtas (Leyte) leben 15 Familien, die wir unterstützen. Die Sorge war groß, doch wir können Entwarnung geben: Nach ersten Rückmeldungen sind alle unsere Patenfamilien unversehrt und wohlauf. Auch über Schäden in der Ortschaft wurde uns glücklicherweise nichts gemeldet. Wir sind erleichtert, dass die Familien, die bereits 2013 den verheerenden Taifun Haiyan durchlebten, dieses Mal verschont geblieben sind. Wichtige Links: Informationen zum aktuellen Beben (Tagesschau) Unser Bericht zur Taifun-Katastrophe 2013 in Balagtas (interner...
MehrLaufschritt für den Wald: 1.220 Bäume für die Philippinen
21. September 2025, Pfaffenhofen Gestern hat die ÖDP Pfaffenhofen einen Baumlauf zugunsten des Vereins maninoy veranstaltet, der die beeindruckende Spendensumme von 2.440 EUR einbrachte, mit der 1.220 neue Bäume auf der philippinischen Insel Negros gepflanzt werden. Das Besondere: Die Pflanzung der Bäume erfolgen im Rahmen des Aufforstungs-Projekts „Lasang“, das die Zukunft der Wälder mit der Bildung von Kindern verknüpft. „Lasang“, das lokale Wort für „Wald“, ist der Name eines Konzepts, das bereits seit 2008 erfolgreich ist. Statt die Bäume einfach nur zu pflanzen, erhalten Bauernfamilien auf der Insel Negros eine finanzielle Unterstützung für die Schulausbildung ihrer Kinder. Im Gegenzug verpflichten sie sich, die gespendeten Bäume sorgfältig zu pflegen und großzuziehen. Diese Baumpatenschaften schaffen einen direkten Anreiz, die oft mühsame Pflege der jungen Setzlinge über Jahre hinweg zu gewährleisten. Während die Familien durch den Anbau von schnellwachsenden Feldfrüchten wie Zuckerrohr ein kurzfristiges Einkommen sichern müssen, bietet die Patenschaft eine langfristige Perspektive, die sich erst in Jahren auszahlt, wenn die Bäume zu wertvollem Holz herangewachsen sind. Dieser Ansatz stellt sicher, dass die Aufforstung nachhaltig ist und die Bäume nicht nur gepflanzt, sondern auch zu stattlichen Bäumen heranwachsen. Bisher wurden so bereits über 40.000 Bäume gepflanzt, die dazu beitragen, die Bodenerosion zu stoppen und die zerstörten Berghänge wieder zu begrünen. Dieses Modell ist entscheidend, denn die Philippinen leiden stark unter den Folgen der Entwaldung: Nur noch 3 Prozent des Waldes sind auf Negros übrig. Die Abholzung für Monokulturen führt zu massiver Bodenerosion und einem Verlust der Schwammwirkung des Bodens, was wiederum Taifune und heftige Regenfälle noch verheerender macht. Durch die enge Verknüpfung von Aufforstung und Bildung schafft das Projekt „Lasang“ eine Zukunft für Mensch und Natur. Hier erfahrt ihr, wie das ganz genau funktioniert! SAVE THE DATE! Ankündigung Bildvortrag: Die doppelte Herausforderung! Regenwald aufforsten und damit Lebensgrundlagen sichern Eine bunte Reise auf die Philippinen, die von der Bedeutung der Bäume als Brücke zwischen Mensch und Natur erzählt. Seit 20 Jahren begleitet der Pfaffenhofener Verein Maninoy ein Projekt, das Hoffnung macht. Wo: Hofbergsaal Pfaffenhofen. Wann: 21.04.2026 um 19:30 Uhr. In folgendem Video sehr ihr, wie es am Projektstandort...
MehrEin Herz für den Wald: Der Besuch einer Partnerschule in den Bergen
20. August 2025; Insel Negros; Philippinen Manchmal muss man tief in den Dschungel der Philippinen eintauchen, um wahre Schätze zu finden. Und genau das taten wir kürzlich, als wir uns aufmachten, um eine unserer 20 Partnerschulen in den Bergen der Insel Negros zu besuchen und Spenden zu überbringen. Es war keine einfache Fahrt, sondern ein kleines Abenteuer, das uns über holprige Wege und durch eine atemberaubende Landschaft mit dichter üppiger Vegetation führte. Nach einer langen, staubigen, aber auch wunderschönen Reise tauchten wir aus dem Dickicht auf – und standen mitten im Paradies. Denn so fühlte es sich an, als uns die Kinder mit strahlenden Augen und einem lauten „Mabuhay!“ (Willkommen!) begrüßten. Ihr Lachen war ansteckend und man vergaß sofort die Strapazen der Anreise. Die Schule selbst ist mehr als nur ein Gebäude. Sie ist ein Dreh- und Angelpunkt einer Gemeinschaft, die maninoy seit Jahren mit Hingabe unterstützt. Einige der jungen Gesichter, die uns so herzlich empfingen, sind Patenkindern des Vereins und weitere Patenkinder, die mittlerweile auf eine High School oder ein College gehen, haben hier ihre ersten Schuljahre verbracht. Es war ein besonderer Moment, die Kinder in ihrer natürlichen Umgebung zu sehen, umgeben von dem Wald, den ihre Familien und maninoy gemeinschaftlich aufforsten. Die Bäume, die in dieser Gegend Stück für Stück gepflanzt werden, sind nicht nur ökologisch wichtig, sondern symbolisieren auch die Hoffnung und das Wachstum, das maninoy hier sät. Der Besuch war weit mehr als die Übergabe von Spenden. Es war ein Wiedersehen mit alten Freunden, eine Bestätigung, dass die Hilfe direkt ankommt, und eine Erinnerung daran, dass hier, mitten im Herzen des Waldes, ein großer Schatz zu finden ist. Wir reisten ab mit erfüllten Herzen und dem Wissen, dass die Zusammenarbeit zwischen maninoy und dieser engagierten Gemeinschaft eine nachhaltige Zukunft aufbaut – Baum für Baum und Kind für...
MehrPflanz-Workshop mit den Patenkindern in den Bergen: Erosionsschutzhecken für besseren Boden und höhere Ernten
10. August 2025; Insel Negros; Philippinen Auch heuer fand wieder ein Pflanzworkshop mit den Patenkindern in den Bergen der Insel Negros statt. Dieses Jahr lernten die Kinder, wie man durch das Pflanzen von Hecken den Boden an Hängen vor Erosion schützen und verbessern kann. Die Pflanztechnik beruht auf Heckenpflanzungen entlang der Kontur- oder Höhenlinien. Warum sind Konturlinien in den Tropen so wichtig? In den humiden Tropen regnet es oft heftig und anhaltend. Der Boden kann nicht die gesamte Wassermenge aufnehmen, was zu Oberflächenabfluss führt. Wenn dieser Abfluss an einem Hang stattfindet, spült das Wasser nährstoffreiche Erde weg. Dies macht den Boden unfruchtbar. Um das zu verhindern, kann man Hecken entlang der Konturlinien pflanzen. Sie werden parallel zur Geländeneigung, also in einer konstanten Höhe angelegt. Das ist eine effektive Methode, um Erosion an Hängen in den feuchten Tropen zu verhindern. Die bepflanzten Konturlinien bilden eine Art Barriere, die den Wasserfluss verlangsamt und das Wasser in den Boden sickern lässt, bevor es fortfließt. Wie wirken Konturlinien gegen Erosion? Stellen Sie sich vor, Sie gießen eine Pflanze an einem Hang. Wenn Sie zu schnell gießen, läuft das Wasser einfach weg und nimmt die Erde mit. Jetzt stellen Sie sich kleine, terrassenförmige Treppen vor, die Sie auf dem Weg nach unten gebaut haben. Jede dieser Stufen fängt einen Teil des Wassers auf, hält es zurück und lässt es langsam versickern. Das ist genau die Funktion von Konturlinien. Sie dienen als Mini-Dämme, die den Wasserfluss unterbrechen und verlangsamen, was die Erosion verhindert. Außerdem tragen sie dazu bei, dass mehr Wasser in den Boden eindringt. Dadurch werden die Pflanzen konstanter mit Wasser versorgt und wertvolle Trinkwasserquellen werden gespeist. Wie werden die Konturlinien bepflanzt? Um die Konturlinien zu finden, wird eine A-förmige Rahmenkonstruktion, ein sogenannter A-Frame verwendet, an dem eine Wasserwaage waagrecht befestigt ist. Die Punkte gleicher Höhe werden mit den Füßen des A-Frames gesucht und mit Holzstöcken markiert. Der Wasserbüffel pflügt anschließend entlang dieser markierten Konturlinie und lockert die Erde, in die dann die Hecken doppelreihig gepflanzt werden. Als Heckenarten verwendet man häufig Leguminosen, die Madre de Kakao, Ipil-Ipil, Flemingia oder Renzonii heißen. Sie können Stickstoff, den wichtigste Pflanzennährstoff, bilden und verbessern so von selbst den Boden. Die Konturhecken schaffen Terrassen an den Hängen. Im Laufen der Jahre entwickeln sich die Flächen oberhalb der Hecken zu kleinen flachen Terrassen, die das Abfließen von Wasser verlangsamen. Dadurch wird die Bodenqualität erhalten und durch die nährstofferzeugenden Hecken noch verbessert. Auf den Terrassen werden Feldfrüchte wie Mais, Maniok, Jamswurzel oder verschiedene tropische Gemüsesorten angebaut. Die Konturlinien schaffen oft auch kleine Mikroklimata und Lebensräume für Tiere, was die Artenvielfalt in der Region erhöht. Wie werden die Konturhecken gepflegt? Sobald die Hecken lange Äste ausgebildet haben, werden sie auf Kniehöhe heruntergeschnitten. Die Äste und Blätter sind sehr proteinreich und werden entweder als Futter für Ziegen oder Kühe verwendet oder entlang der Konturlinien aufgeschichtet, um die Barriere weiter zu verstärken. Alternativ kann man damit auch auf den Terrassen um die Feldfrüchte herum mulchen. Die kompostierenden Blätter versorgen den Boden zusätzlich mit Nährstoffen, verbessern die Bodenfruchtbarkeit und lassen die Feldfrüchte besser wachsen. Gesunder Boden und ausreichende Wasserversorgung führen zu stabileren Erträgen, was für die selbstversorgenden Bergbauern von entscheidender Bedeutung ist. Hier ein Link zu einem Video vom...
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