Gepostet vonMario

Station 5: Mit Patenkindern ein Jubiläum feiern

Gepostet am Aug. 21, 2018

12. August 2018; Tanjay City, Negros; Philippinen. Sich zu vereinen, heißt teilen lernen. – Richard Freiherr von Weizsäcker In diesem Sinne luden wir alle Ausbildungspaten und Eltern der Patenkinder, alle philippinischen Helfer und Unterstützer zum 10-jährigen Vereinsjubiläum von maninoy – www.maninoy.de – ein. Als besonderen Ort hatten wir ein philippinisches Erlebnisbad im nahen Tanjay City ausgesucht. Die Augen der Kinder, besonders der Kinder aus den entlegenen Bergregionen waren groß, denn an Orte wie diesen gelangen die Bergbauern-Familien normalerweise nicht. Umso mehr freute es uns, den Kindern diesen Tag mit Spiel und Spaß zu spendieren und anhand der Beiträge in den sozialen Medien kann man erkennen, dass er für alle etwas Besonderes war. More Power, maninoy und ein herzliches Dankeschön, an alle, die uns die vergangenen zehn Jahre so tatkräftig und engagiert unterstützt haben!...

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Station 4: Zu Besuch beim Bergkindergarten in Tacalan

Gepostet am Aug. 19, 2018

11. August 2018; Tacalan, Bais City, Negros; Philippinen. Bildung ist die mächtigste Waffe, um die Welt zu verändern. Sie ist der große Motor der persönlichen Entwicklung. Es ist durch Bildung, dass die Tochter eines Bauern Ärztin, der Sohn ein Vorarbeiter im Bergbau, oder der Sohn eines Landarbeiters Präsident einer Nation werden kann. Das größte Problem in der Welt ist Armut in Verbindung mit fehlender Bildung. Wir müssen dafür sorgen, dass Bildung alle erreicht. – Nelson Mandela Unsere vierte Station war das kleine entlegene Bergdorf Tacalan, das umringt von dichter tropischer Vegetation inmitten bewaldeter Hügel, aber auch kahlgeschlagener, der Erosion preisgegebener Berghänge liegt. Bildungsarbeit beginnt bekanntlich schon in der frühesten Kindheit. Denn was Hänschen nicht lernt, lernt Hans nimmermehr. Seit zwei Jahren unterstützt maninoy den Kindergarten in Tacalan und hat diesen mit Stühlen und Tischen ausgestattet. Zuvor hatten die Kinder keine Sitzmöglichkeiten. Zum Spielen braucht es das auch nicht, aber spätestens für die Vorschule auf den Philippinen, wo beispielsweise das richtige Halten von Stiften erlernt wird, ist es wichtig, auf einem Stuhl an einen Schreibtisch in geeigneter Höhe zu sitzen. Außerdem ist man in den einfachen Häusern in tropischen Bergdörfern auf dem oftmals nur gestampften Fußboden auch immer in bester Gesellschaft verschiedenster sechs- und achtfüßiger Gefährten. Auf unseren Besuch wartete auch der Ortssprecher der Gemeinde, um uns einzuladen, weitere Bildungseinrichtungen in seinem Verwaltungsbereich zu unterstützen. Viele Kindergärten und Schulen in seiner Gemeinde seien in mangelhaftem Zustand. Diesen Vorschlag nahmen wir gerne auf, aber erklärten, dass für maninoy politische Unabhängigkeit bei der Entwicklungszusammenarbeit an oberster Stelle steht. Gerade in Entwicklungsländern wird man gerne von der einen politischen Seite hofiert und sobald sich das politische Machtverhältnis ändert, werden die erreichten Erfolge von der Gegenseite wieder rückgängig gemacht. Das ist weder sinnvoll noch nachhaltig. Dennoch haben wir über die Verbesserung der schlechten Infrastruktur der Straßen in der Bergregion gesprochen. Es ist für Schüler und deren Leistung wichtig, einigermaßen sauber und trocken in der Schule anzukommen. Der Schulweg beispielsweise für die maninoy Patenkinder führt hier in den Bergen oft auf ausgewaschenen Feldpfaden und Schotterwegen, die speziell während der Regenzeit so beschwerlich zu gehen sind, dass die Kinder schon erschöpft in der Schule ankommen, bevor der Unterricht überhaupt losgeht. Hier konnten wir dem Ortssprecher das Handschlagversprechen abringen, sich dem Ausbau der Schulwege anzunehmen. Neben einem ausgewogenen Mittagessen mit Gemüsegerichten und Obst, das die Eltern der Kindergartenkinder mit der Spende von Paten aus Deutschland auf den Tisch brachten und der Pflanzung einer ersten Baumreihe im Rahmen des Wiederaufforstungsprogramms, fanden alle Teilnehmer den Besuch rundum gelungen. Eine weitere Zusammenarbeit mit dieser Partnerschule, eigentlich ja Partnerkindergarten, haben wir ebenfalls vereinbart. Zusätzliche Jungbäume werden demnächst auf dem Kindergartengelände gepflanzt, wobei einzelne Kindergartenkinder jeweils eine Baumpatenschaft zur Pflege der Bäume übernehmen und diese nach Ausscheiden aus dem Kindergarten an ein jüngeres Kind weitergeben. Als kommendes Infrastrukturprojekt ist mit der Kindergartenleitung der Erwerb und Einbau von Fensterscheiben am Gebäude beschlossen worden, die auch bei Regen oder kühler Witterung Tageslicht in den Kindergarten hineinlassen. Momentan schützt nur eine weiße Kunststofffolie vor der Witterung.   maninoy-Baumpflanzaktion mit dem Bergkindergarten Tacalan auf der Insel Negros. maninoy-Baumpflanzaktion mit dem Bergkindergarten Tacalan auf der Insel Negros. maninoy-Baumpflanzaktion mit dem Bergkindergarten Tacalan auf der Insel Negros. maninoy-Vorstand Mario Dietrich während einer Pflanzaktion auf den Philippinen.    ...

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Station 3: Wie 35.000 Bäumen in 10 Jahren die Berge begrünen

Gepostet am Aug. 17, 2018

10. August 2018; Sab-Ahan, Bais City; Negros; Philippinen. „Die beste Zeit, einen Baum zu pflanzen, war vor zwanzig Jahren. Die nächstbeste Zeit ist jetzt.“ – Aus Uganda Unsere dritte Station führte uns an Regenwald-Aufforstungen vorbei, die maninoy seit 10 Jahren unterstützt. Über 35.000 Bäume haben die maninoy-Patenfamilien seither wiederaufgeforstet, um die entwaldeten Berge im Hinterland von Bais zu begrünen und der zunehmenden Erosion entgegenzuwirken. Bleistiftdicke Stängel, die damals in die Erde gesetzt wurden, sind nun zu dicken Stämmen von über 60 cm Umfang herangewachsen. Mit einem Minimum an Pflege und Aufmerksamkeit gedeihen Bäume im tropischen feucht-warmen Klima sehr gut und schießen regelrecht in den Himmel. Wenn sie einmal diese beachtliche Größe erreicht haben, gewinnen sie beim Besitzer auch an Wert und werden nicht mehr achtlos umgetreten oder von den Ziegen angefressen. Wenn man von der Hand in den Mund lebt, kümmert man sich heute eben eher um das Abendessen von heute und nicht um das Bäumchen, das heute noch keinen Magen füllen kann. Die ersten 10 Jahre sind aber die entscheidenden, in denen man auf die zarten Pflänzchen achten muss. Um den Patenfamilien diese arbeitsreiche Durststrecke schmackhafter zu machen, koppelt maninoy die Förderung der Ausbildungspatenschaft der Bauernkinder an das Überleben der kleinen Baumsetzlinge einer Bauerfamilie. Eine Patenfamilie, die sich gut um ihre Bäumchen kümmert, bekommt eine höhere Ausbildungsunterstützung für die eigenen Kinder. Die Familie, die sich nicht kümmert, bekommt entsprechend weniger. Das versteht man leicht und führte dazu, dass um die Hütten der armen Bergbauernfamilien, die noch vor 10 Jahren allein auf weiter Flur in der prallen Tropensonne standen, nun große schattige Bäume wachsen, die die Erde schützen und unter denen nun schattenliebende Kaffee- oder Kakaosträucher gedeihen können. Der Pfeffer, eine Kletterpflanze kriecht an den Baumstämmen hinauf und die dicken energiegeladenen Regentropfen lösen nicht mehr die Erde von den Hängen, sondern entladen sich ein Stockwerk höher im dichten...

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Station 2: Besuch bei der Yared High School in den Bergen von Negros

Gepostet am Aug. 15, 2018

10. August 2018; Cambagahan; Bais City; Negros; Philippinen. Bildung ist Hilfe zur Selbsthilfe – [Hilfe zur Selbsthilfe bezeichnet das Prinzip, das Maßnahmen zu Grunde legt, die den Not leidenden Menschen dazu befähigen, sich selbst zu helfen.] Die Reise zu unserer zweiten Station, der Yared High School, einer unserer Partnerschulen im entlegenen Bergland von Bais begann mit einer Autopanne. Auf den Philippinen gibt es weder TÜV noch ADAC, so muss man mit solchen Widrichkeiten immer rechnen und sich selbst zu helfen wissen. Unser philippinisches Begleitteam konnte den geplatzten Reifen dann auch schnell wechseln. Einen Ersatzreifen hatten wir zum Glück im Gepäck. Beim Reifenshop am Straßenrand gabs noch eine Luftfüllung und weiter ging es die Berge hinauf. Auf den Philippinen haben die Menschen unterschiedliches Ansehen, je nach ihrer Herkunft. Vereinfacht gesagt steigt das Ansehen der Menschen, je näher sie an der Küste wohnen. An den Küsten befindet sich die Industrie, die großen Städte und die besser bezahlten Arbeitsplätze. Dort lebt auch die Mehrzahl der politisch einflussreichen spanischstämmigen Minderheit. Ferdinand Magellan erreichte die Philippinen im Jahr 1521. Damit wurde die Inselgruppe ins Kolonialreich Spaniens intergiert und bekam infolge dessen zu Ehren des damaligen Spanischen Königs Philipp II. den Namen Philippinen. Im 16. Jahrhundert gründeten chinesische Händler Niederlassungen auf den Philippinen und vermischten sich mit der einheimischen Bevölkerung. Bis heute spielen diese eine große wirtschaftliche Rolle. Mit ihnen trieben die spanischen Kolonialisten extensiven Handel, wobei Silber aus Südamerika nach China verschifft wurde und im Austausch dafür Seide und Keramik nach Europa. Manila war zu dieser Zeit einer der wichtigsten Warenumschlagplätze der Welt. Die Mehrzahl der heutigen philippinischen Bevölkerung hat ostasiatische Wurzeln aus einer weit früheren Einwanderungswelle, die das Inselreich vor etwa 3.000 Jahren über das chinesische Festland erreichte und weiter über Indonesien bis nach Madagaskar reichte. Diese Völker brachten wohl auch den Reis mit, der bis heute das Grundnahrungsmittel auf den Philippinen ist. Vor etwa 30.000 Jahren gab es aber bereits Einwanderungswellen, die heute als die Negritos bekannt sind. Diese Jäger- und Sammlergesellschaften wanderten weiter bis Australien und stellen heute die Ureinwohner der Südostasiatischen Region dar. Warum ist dieser historische Hintergrund für die Arbeit von maninoy wichtig? Die Ureinwohner wichen im Laufe der Geschichte den folgenden Einwanderern immer weiter aus und siedelten dort, wo die Lebensbedingungen schwieriger wurden. Nämlich an den unergiebigen Randgebieten vorwiegend in den Bergregionen. Bis heute haben diese ethnischen Minderheiten kaum Zugang zum politischen Leben, Bildung und Infrastruktur und leben in abgelegenen Bergtälern als Tagelöhner oder einfache Bauern quasi von der Hand in den Mund. Sie sind auch kaum organisiert, so dass eine Verbesserung ihrer Situation relativ aufwendig ist. Maninoy setzt hier wiederum an der Förderung der Bildungsinfrastruktur an und unterstützt gezielt Schulen in den Bergregionen, zu denen die ethnischen Minderheiten Zugang haben. Eine dieser Schulen ist die Yared High School in Cambagahan. Die Schüler stammen häufig von den Negritos ab. Mit Unterstützung der Entwicklung abgelegener Schulen bekommen die Absolventen eine bessere Ausbildung und haben damit mehr Chancen auf einen fairen Arbeitsplatz und ein selbstbestimmtes Leben. Beim Besuch in der Yared High School beschlossen wir mit der Schulleitung zukünftige Fördermaßnahmen und organisierten für alle 250 Schüler im Rahmen des staatlichen „Feeding Programs“ ein abwechslungsreiches Mittagessen. Außerdem übernahmen Schüler Baumpatenschaften im Rahmen des maninoy Aufforstungsprogramms von Bergregenwäldern – www.maninoy.de/projekte/wiederaufforstung-von-regenwald/ .   maninoy-Baumpflanzaktion an der Yared High School auf der Insel...

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Station 1: Besuch der Partnerschulen im Tiefland von Bais

Gepostet am Aug. 13, 2018

„Gib einem Hungernden einen Fisch, und er wird einmal satt, lehre ihn Fischen, und er wird nie wieder hungern.“ – Chinesisches Sprichwort 9. August 2018; Bais City; Negros; Philippinen. In der Entwicklungszusammenarbeit ist seit langem bekannt, dass die Förderung der Bildung den größten Entwicklungserfolg in Verhältnis zum eingesetzten Fördergeld bewirkt. Deshalb verbessert maninoy die Bildungsinfrastruktur philippinischer Schulen mit Lehrmittel wie Tische, Bänke, Tafeln aber auch Lernmittel wie Schulbücher, Hefte, Schreib- und Schulprojektmaterial. Viele philippinische Schulen sind marode und schlecht ausgestattet, die Lehrmittel sind entweder alt oder garnicht vorhanden. maninoy steht den Schulen als Partner zur Seite und möchte Abhilfe schaffen, denn nur mit dem richtigen Werkzeug und im entsprechenden Umfeld können philippinische Mädchen und Jungs eine gute Ausbildung erhalten. Mit dem fortschreitenden Klimawandel treten auch die zerstörerischen Taifune immer häufiger auf und entwickeln sich auf ihrem Weg immer öfter zu „Monstertaifunen“, die vor allem die klapprigen Bambushütten, aber auch Steinhäuser und Schulgebäude weit mehr beschädigen, als noch vor einigen Jahrzehnten. Der ansteigende Meeresspiegel macht den Filipinos, die auf 7000 Inseln verstreut leben, zusätzlich zu schaffen. Auch hier hilft maninoy durch die Schulpartnerschaft beim Wiederaufbau von Schulgebäude, wie beispielsweise im November 2013 nach einem Taifun auf der Insel Leyte. Nach unserer Ankunft in Manila war unsere erste Station die Stadt Bais City auf der Insel Negros. Dort unterstützt maninoy seit 2016 fünf Partnerschulen im Tiefland von Bais. Die Dauis Grundschule hat dabei den Sprengel mit der ärmsten Bevölkerung. Sie liegt an der Küste zwischen Fischteichen und Zuckerrohrfeldern. Bais City ist einer der größten Zuckerproduzent der Insel Negros mit einer über 100 Jahre alten Geschichte der industriellen Zuckerproduktion. Kultiviert wird das Zuckerrohr auf den Philippinen schon gute 3000 Jahre und wurde mit der Ankunft der Spanier im 15. Jahrhundert stetig intensiviert. Die Eltern vieler Schüler unserer Partnerschulen sind daher seit Generationen mit der Zuckerproduktion und dem spanischen Kolonialismus verbunden. Die Familien, die sich entlang der Zuckerrohrfelder rund um die Dauis Grundschule angesiedelt haben, arbeiten in der Erntezeit auf den Zuckerrohrplantagen der spanischstämmigen Großgrundbesitzer. Das ist oft pure Handarbeit bei geringer Bezahlung. Jede Zuckerrohrstange wird mit einer Machete per Hand geschnitten und für den Transport zur nahen Zuckermühle abgelegt. Wenn das Zuckerrohrfeld abgeerntet ist, müssen sich die Feldarbeiter nach einer anderen Arbeit umsehen. Rund um Dauis ist das häufig der Fischfang an der nahegelegenen Küste. Aber die Fischbestände schrumpfen aufgrund der Überfischung durch die ausländischen Fischfangflotten immer mehr, die armen Küstenfischer bringen immer kleinere, jüngere Fische auf den Markt. Der familiäre Hintergrund der Dauis-Schüler ist daher landwirtschaftlich geprägt, das Einkommen sehr niedrig. So gibt es in der Dauis Grundschule auch ein staatlich unterstütztes „Feeding-Program“. Das ist zur Nahrungsergänzung ein tägliches Mittagessen für die Schüler, die aufgrund der oft schlechten finanziellen Situation zu Hause nicht genügend abwechslungsreiches Essen auf den Tisch bekommen. Oftmals gibt es daheim nur eine Portion Reis mit einem Löffel Fischpaste. Das „Feeding-Program“ gleicht diese einseitige Ernährung mit vorwiegend Gemüsegerichten aus. Das Gemüse wird auf dem 20 Minuten entfernten Markt in Bais gekauft. Um das „Feeding-Program“ zu unterstützen, hat maninoy der Schule einen Kühlschrank gespendet. Seither können das Gemüse und übrige Gerichte kühl gelagert werden und verderben beim feucht-heißen philippinischen Klima nicht mehr so schnell. Tägliche Einkaufsgänge sind nun nicht mehr nötig, so dass sich die Schule Zeit und Geld spart, die sie wieder in die Ausbildung der Kinder und in die Ausweitung des „Feeding-Program“ steckt. Nach der Dauis Grundschule hat das maninoy-Team auch die Schüler der vier anderen Partnerschule in Bais City besucht, sich mit der Schulleitung getroffen und den weiteren Ausbau der Bildungsinfrastruktur abgestimmt. Mit der Grundschule LaPaz wurde außerdem ein Aufforstungsprojekt vereinbart, bei dem Schüler junge Tropenbäume...

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